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Politik

Dieser Text beschreibt Politik.


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Politik Artikel

Eine Übersicht der Politikthemen in Library bietet das Portal Politik.


Politik ist das Öffentliche: die Absichtgerichteten Handlungen und Ordnungen, die allgemein verbindliche Regeln sozialer Gemeinschaften oder eines oder mehrerer Staaten bestimmen. Der Begriff wird aus dem griechischen Begriff 'Polis' für 'Stadt' oder 'Gemeinschaft' abgeleitet.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Blackwater. Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt Die Idee einer Söldnertruppe, welche flexibel einsetzbar ist und einzig und allein auf Bezahlung reagiert ist an und für sich ein altes Thema. Schon in dem 30jährigen Krieg ist dies mit aller Brutalität Realität geworden und Deutschland hat sehr darunter gelitten. Mit dem Buch BLACKWATER von Jeremy...

Allgemeines

Allgemein genannt Politik den Prozess, durch gezieltes Handeln mehrerer Akteure, (Interessengruppen , Parteien, Organisationen oder Personen) zu allgemein verbindlichen Entscheidungen zu kommen. Meist wird Politik auf Parteien, Politiker und Entscheidungen, die für einen Staat oder mehrere Staaten (Internationale Politik ) gelten, bezogen. Politik bestimmt jedoch auch die Beziehungen einzelner gesellschaftlicher Gruppen, Unternehmen und Organisationen zueinander. Ebenso betreiben auch Gruppen mit verschiedenen Interessen innerhalb einer Organisation durch gezieltes Argumentieren und Agieren Politik, um ihre Absichte zu erreichen. Manche weiten den Begriff der Politik selbst auf die Privatsphäre aus (expansionistischer Politikbegriff), siehe zu dem Beispiel partizipatorische Demokratie oder Frauenbewegung.

Politik hat naturgemäß mit Machteinfluss zu tun, der positiv wie negativ benutzt werden kann. Politik in dem Staat ist erst dadurch möglich, dass der Staat die wesentliche Machtfunktion inne hat (Machtmonopol ) und die Menschen durch die erzwungene Teilnahme am Staat bindet. Der Erfolg von Politik misst sich in dem Ansammeln von Macht (zum Beispiel Wählerstimmen).

In der deutschen Wissenschaft wird häufig unter Rückgriff auf die Begriffsausdifferenzierung in der amerikanischen political science auf die drei Dimensionen polity, politics und policy verwiesen, um den Begriff der Politik genauer zu erfassen.

  • Polity beschreibt den institutionellen Aspekt der Politik, also die verfassungsmäßige Ordnung einer Gesellschaft, ihre Institutionen und Akteure.
  • Politics beschreibt den Aspekt des politischen Prozesses, also den Vorgang, wie Entscheidungen zustande kommen.
  • Policy fasst schließlich den inhaltlichen Aspekt von Politik, etwa die Ergebnisse, also verbindliche Entscheidungen, die Politik hervorbringen soll, aber auch die Wünsche und Bedürfnisse der Gesellschaft, die an das politische Entscheidungssystem herangetragen werden.

Der Begriff Politik fasst alle drei genannten Dimensionen zusammen.

Die Unterscheidung der theoretischen Kernelemente ist eine weitere Möglichkeit, den Begriff Politik genauer zu bestimmen. Politik ist danach der Ablauf und das Ergebnis eines Ringens um Legitimität (siehe auch die Legitimitätsbegriffe bei Max Weber), Souveränität, Autorität und Macht.

Der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Politik widmet sich die Politikwissenschaft.

Buch-Tipp: Das Unendliche. Mathematiker ringen um einen Begriff: Mathematiker Ringen Um Einen Begriff Verständliches Werk eines Mathematikers Taschner legt in seinem Buch die grundlegenden Merkmalen der Unendlichkeit dar. Der geschichtliche Hintergrund und die auffrischende Schreibweise lässt ein flüssiges lesen zu. Die Anekdoten über die großen Mathematiker wie z. B. Newton, Galilei lassen das Verständnis für die mathematischen Probleme...

Geschichte der Politik

Eine Übersicht der Politikthemen in Library bietet das Portal Politik.


Politik ist das Öffentliche: die Absichtgerichteten Handlungen und Ordnungen, die allgemein verbindliche Regeln sozialer Gemeinschaften oder eines oder mehrerer Staaten bestimmen. Der Begriff wird aus dem griechischen Begriff 'Polis' für 'Stadt' oder 'Gemeinschaft' abgeleitet.

Allgemeines

Allgemein genannt Politik den Prozess, durch gezieltes Handeln mehrerer Akteure, (Interessengruppen , Parteien, Organisationen oder Personen) zu allgemein verbindlichen Entscheidungen zu kommen. Meist wird Politik auf Parteien, Politiker und Entscheidungen, die für einen Staat oder mehrere Staaten (Internationale Politik ) gelten, bezogen. Politik bestimmt jedoch auch die Beziehungen einzelner gesellschaftlicher Gruppen, Unternehmen und Organisationen zueinander. Ebenso betreiben auch Gruppen mit verschiedenen Interessen innerhalb einer Organisation durch gezieltes Argumentieren und Agieren Politik, um ihre Absichte zu erreichen. Manche weiten den Begriff der Politik selbst auf die Privatsphäre aus (expansionistischer Politikbegriff), siehe zu dem Beispiel partizipatorische Demokratie oder Frauenbewegung.

Politik hat naturgemäß mit Machteinfluss zu tun, der positiv wie negativ benutzt werden kann. Politik in dem Staat ist erst dadurch möglich, dass der Staat die wesentliche Machtfunktion inne hat (Machtmonopol ) und die Menschen durch die erzwungene Teilnahme am Staat bindet. Der Erfolg von Politik misst sich in dem Ansammeln von Macht (zum Beispiel Wählerstimmen).

In der deutschen Wissenschaft wird häufig unter Rückgriff auf die Begriffsausdifferenzierung in der amerikanischen political science auf die drei Dimensionen polity, politics und policy verwiesen, um den Begriff der Politik genauer zu erfassen.

  • Polity beschreibt den institutionellen Aspekt der Politik, also die verfassungsmäßige Ordnung einer Gesellschaft, ihre Institutionen und Akteure.
  • Politics beschreibt den Aspekt des politischen Prozesses, also den Vorgang, wie Entscheidungen zustande kommen.
  • Policy fasst schließlich den inhaltlichen Aspekt von Politik, etwa die Ergebnisse, also verbindliche Entscheidungen, die Politik hervorbringen soll, aber auch die Wünsche und Bedürfnisse der Gesellschaft, die an das politische Entscheidungssystem herangetragen werden.

Der Begriff Politik fasst alle drei genannten Dimensionen zusammen.

Die Unterscheidung der theoretischen Kernelemente ist eine weitere Möglichkeit, den Begriff Politik genauer zu bestimmen. Politik ist danach der Ablauf und das Ergebnis eines Ringens um Legitimität (siehe auch die Legitimitätsbegriffe bei Max Weber), Souveränität, Autorität und Macht.

Der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Politik widmet sich die Politikwissenschaft.

Buch-Tipp: Der Begriff Angst. Das Mögliche und die Angst ------- "&. die Angst, daß ich mich verraten könnte und alles das sagen, wovor ich mich fürchte, und die Angst, daß ich nichts sagen könnte, weil alles unsagbar ist, - und die anderen Ängste . . . die Ängste. Ich habe um meine Kindheit gebeten, und sie ist wiedergekommen, und ich fühle, daß sie stets noch so...

Geschichte der Politik

Buch-Tipp: Der Begriff des Politischen. Text von 1932 mit einem Vorwort und drei Corollarien Pflichtlektüre für Politologen und Juristen Der Begriff des Politischen ist kompakt geschrieben und polarisiert und heute ungekannter Weise auf hohem Niveau zwischen den Begrifflichkeiten von Freund und Feind. In meinen Augen ein guter Einstiegins Funktionieren totalitärer Ideologien, da Schmitt zeigt, wie nahe Radikalisierung und Polarisierung...

Altertum

Früh beschäftigten sich Gelehrte damit, wie Politik auszusehen hat, dabei waren die Fragen: 'Was ist eine gute und gerechte Staatsordnung?' und 'Wie erlangt man wirklich Macht in dem Staat?' in dem Mittelpunkt der Diskussion. Schon in dem Altertum vergleicht beispielsweise Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.) alle ihm bekannten Verfassungen (Politische Systeme) und entwickelte eine auch heute viel zitierte Typologie in seinem Werk 'Politik'. Neben der Anzahl der an der Macht Beteiligten (einer, wenige, alle) unterschied er zwischen einer guten gemeinnützigen Ordnung (Monarchie, Aristokratie, Politie) und einer schlechten eigennützigen Staatsordnung (Tyrannis, Oligarchie, Demokratie). Erste geschriebene Gesetze belegen, dass Politik sich nicht ca. mit den Herrschenden, sondern auch früh schon mit sozialen Regeln beschäftigte, die bis heute überliefert wurden. Der Codex Hammurapi (Babylon, etwa 1700 v. Chr.) oder das Zwölftafelgesetz (Rom, etwa 450 v. Chr.) sind Beispiele verbindlicher Regeln, die sicher als Ergebnis von Politik gewertet werden können. Beschäftigt man sich mit den Politikern der Römischen Republik und dem Römischen Kaiserreich , erkennt man viele Elemente damaliger Politik auch heute noch. Es wurde mit Kreide Wahlwerbung an die an Hauswände geschrieben (etwa in Pompeji). Es gab einen komplexen Regierungsapparat und hitzige Rivalität zwischen den Amtsträgern. Korruption war ein Thema der Gesetzgebung und römischer Gerichtsverhandlungen. Briefe Ciceros an einen Verwandten belegen, wie gezielt die Wahl in ein Staatsamt auch taktisch vorbereitet wurde. Im Grunde ist das durchaus Bloödsinn, was wir schreiben.

Buch-Tipp: Der Fürst "Wer die Ursache für die Macht eines anderen ist, richtet sich selbst zugrunde" Kaum ein Klassiker spaltet die Leserschar so sehr wie Nicolo Machiavellis Schrift "Il principe - Der Fürst". Je nach Betrachter wird das Werk als Bibel der modernen Managementkultur gefeiert oder wegen seiner rücksichtlosen Verherrlichung der Machtpolitik verteufelt....

Mittelalter

Mit dem Verfall des Römischen Reiches verlor Politik in Europa wieder an Komplexität und die Gemeinwesen wurden wieder überschaubarer, Konflikte kleinräumiger. In der Zeit der Völkerwanderung und des frühen Mittelalters war Politik mehr kriegerische Machtpolitik und weniger durch Institutionen und allgemein akzeptierte Regeln geprägt. Je stärker der Fernhandel , Geld und Städte wieder an Bedeutung gewannen, desto wichtiger wurden wieder feste Machtzentren gebraucht und desto wichtiger wurden Institutionen. Beispielsweise bildeten sich die Hanse als Interessen und Machtverbund einflussreicher sich selbst regierender Städte. Wichtiges relativ konstantes Machtzentrum war die katholische Kirche. Aus sozialen Gemeinschaften, die bestimmten Führern die Treue schworen (Personenverbandstaat ) wurden langsam Erbmonarchien mit festen Grenzen.

Buch-Tipp: Die Krankheit zum Tode / Furcht und Zittern / Die Wiederholung / Der Begriff der Angst. Für den, der Kierkegaard erst noch kennenlernen will, eher schwere Kost Der hier besprochene Band ist einer von vier Bänden in der dtv-Werkauswahl. Er enthält in deutscher Übersetzung folgende theologisch-philosophische Schriften Kierkegaards, die er seinerzeit unter verschiedenen Pseudonymen erschienen ließ: "Die Krankheit zu dem Tode" (1849) "Furcht...

Neuzeit

In Frankreich entwickelte sich der Urtypus des absolutistischen Herrschers, in England entstand die an Recht und Gesetz gebundene konstitutionelle Monarchie. Dort waren bald auch die wohlhabenden Bürger offiziell an der Politik beteiligt. Mit der Zeit wurde dann das Zensuswahlrecht auf größere Teile der Bevölkerung ausgeweitet. In der Zeit der Aufklärung erdachten Gelehrte neue Modelle der Staatskunst. Statt Niccolo Machiavellis Modell der absoluten Macht, das sein Buch 'Der Fürst' (Il Principe) zeichnete, definierte John Locke das Modell der Gewaltenteilung. Die Bürgerlichen Freiheiten wurden durch verschiedene Philosophen gefordert und mit Thomas Jeffersons Menschenrechtserklärungen und der amerikanischen Verfassung begann die Zeit der modernen Verfassungsstaaten. Die französische Revolution und die Feldzüge Napoleons wälzten Europa um. Mit dem Code Civile in Frankreich wurden die Bürgerrechte festgelegt, überall fielen allmählich die Standesschranken. Politik wurde zu einer Angelegenheit des ganzen Volkes. Es entstanden Parteien, die zuerst von außen eine Opposition organisierten, um später selbst die Regierung zu stellen. Einige Parteien wie die SPD oder später die Grünen entstanden aus sozialen Bewegungen wie der Arbeiterbewegung oder der Anti-Atom- und Friedensbewegung, andere formierten sich vor einem religiösen Hintergrund (Zentrum). In dem 20. Jahrhundert kam es schließlich zur Herausbildung internationaler Organisationen mit zunehmenden Einfluss auf die Politik. Der erste Versuch in dem sogenannten Völkerbund eine Völkergemeinschaft zu bilden, scheiterte mit dem Zweiten Weltkrieg. Heute existieren neben den Vereinten Nationen als Vereinigung aller souveränen Staaten in dem Bereich der Wirtschaft zusätzlich die Welthandelsorganisation WTO. In dem Übergang zwischen Internationaler Organisation und föderalen Staat befindet sich die Europäische Union.

Buch-Tipp: Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von den Anfängen bis zum Mittelalter. 5 CDs Danke Ich muss mich an dieser Stelle bei allen vorherigen Rezensenten bedanken. Denn ca. auf Grund der guten Bewertungen dieses Hörbuchs habe ich diesen Titel erworben. Ich bin ein ziemlicher Geschichtlaie, da in meiner Schulzeit der Geschichtslehrer nicht wirklich der beste seiner Zunft gewesen ist. Daher wollte ich schon stets ein "Einsteigerwerk"...

Politikbereiche

Buch-Tipp: Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von der Renaissance bis heute. 4 CDs Genial Der erste Teil ist für Kinder noch besser zu hören, doch dieser hier hilft auch den Eltern, sich fit für Nachfragen zu machen. Auch werden die Geschichtskenntnisse unabhängiger davon, wie mehr oder weniger interessant der diesjährige Geschichtslehrer war. Beim Wiedererkennen der Stichworte horchen sie schon auf, und das Wesentliche kann...

Politische Systeme und Ideologien

Anarchismus -- Demokratie -- Faschismus -- Kommunismus -- Konservatismus -- Politischer Liberalismus --Marxismus -- Nationalismus -- Parlamentarismus -- Sozialdemokratie -- Sozialismus -- Totalitarismus

Buch-Tipp: Gefährliche Managementwörter Malik einmal anders: "Seichter" aber dafür umso kritischer Dieses Buch von F. Malik sollte man nicht ca. zu Ende sondern mehrfach lesen. Das Buch ist ca. oberflächlich in einer sehr seichten Sprache geschrieben und vordergündig fällt die häufig sehr flapsige und bisweilen etwas zynische Kritik zu Themenkomplexen wie "Begeisterung", "Emotionen",...

Klassische politische Denker

Platon -- Aristoteles -- Althusius -- Niccolo Machiavelli -- Baruch de Spinoza -- Jean Bodin -- Hugo Grotius -- Charles de Montesquieu -- Jean-Jacques Rousseau -- Thomas Hobbes -- John Locke -- John Stuart Mill -- Karl Marx -- Max Weber -- John Rawls -- Hannah Arendt

Buch-Tipp: Glossar der Gegenwart. Leitbegriffe oder Scheinbegriffe? Durchaus mit Lustgewinn liest sich das kompetent geschriebene, aber nicht stets leicht verständliche, da in der Sprache der Soziologie geschriebene "Glossar der Gegenwart", denn so mancher Begriff, der angeblich maßgeblich unser soziokulturelles Selbstverständnis prägt und reflektiert, erweist sich - zumal falsch...

Zitate

  • Politik ist die Summe der Mittel, die nötig sind, um zur Macht zu kommen und sich an der Macht zu halten und um von der Macht den nützlichsten Gebrauch zu machen, ... Politik ist also der durch die Umstände gebotene und von den Vermögen (virtu) des Herrschers oder des Volkes sowie von der spezifischen Art der Zeitumstände abhängige Umgang mit der Macht. - Machiavelli (um 1515)
  • Politik ist das Streben nach Machtanteil oder nach Beeinflussung der Machtverteilung, sei es innerhalb eines Staates oder zwischen den Menschengruppen, die er umschließt. - Max Weber 1919)
  • Wenn in einem Land nichts weiter schlecht ist als die Politik, so ist kein Grund zur Besorgnis. Das Übel ist leicht und vorübergehend, und das Gemeinwesen wird sich früher oder später selbst heilen. - José Ortega y Gasset (Aufbau und Zerfall Spaniens)
  • Politik ist der Komplex sozialer Prozesse, die speziell dazu dienen, das Akzept administrativer (Sach-)Entscheidungen zu gewährleisten. Politik soll verantworten, legitimieren und die erforderliche Machtbasis für die Durchsetzung der sachlichen Verwaltungsentscheidungen liefern. (Niklas Luhmann)

Siehe auch

Politische Partei, Parteien, Politiker, Blockadepolitik, Politikverdrossenheit, Gewaltenteilung, Föderalismus, Politikversagen, Regierungsform, Reformen, Revolution, Post-Politik, Ordnungspolitik

Weblinks

Mittelalter

Mit dem Verfall des Römischen Reiches verlor Politik in Europa wieder an Komplexität und die Gemeinwesen wurden wieder überschaubarer, Konflikte kleinräumiger. In der Zeit der Völkerwanderung und des frühen Mittelalters war Politik mehr kriegerische Machtpolitik und weniger durch Institutionen und allgemein akzeptierte Regeln geprägt. Je stärker der Fernhandel , Geld und Städte wieder an Bedeutung gewannen, desto wichtiger wurden wieder feste Machtzentren gebraucht und desto wichtiger wurden Institutionen. Beispielsweise bildeten sich die Hanse als Interessen und Machtverbund einflussreicher sich selbst regierender Städte. Wichtiges relativ konstantes Machtzentrum war die katholische Kirche. Aus sozialen Gemeinschaften, die bestimmten Führern die Treue schworen (Personenverbandstaat ) wurden langsam Erbmonarchien mit festen Grenzen.

Neuzeit

In Frankreich entwickelte sich der Urtypus des absolutistischen Herrschers, in England entstand die an Recht und Gesetz gebundene konstitutionelle Monarchie. Dort waren bald auch die wohlhabenden Bürger offiziell an der Politik beteiligt. Mit der Zeit wurde dann das Zensuswahlrecht auf größere Teile der Bevölkerung ausgeweitet. In der Zeit der Aufklärung erdachten Gelehrte neue Modelle der Staatskunst. Statt Niccolo Machiavellis Modell der absoluten Macht, das sein Buch 'Der Fürst' (Il Principe) zeichnete, definierte John Locke das Modell der Gewaltenteilung. Die Bürgerlichen Freiheiten wurden durch verschiedene Philosophen gefordert und mit Thomas Jeffersons Menschenrechtserklärungen und der amerikanischen Verfassung begann die Zeit der modernen Verfassungsstaaten. Die französische Revolution und die Feldzüge Napoleons wälzten Europa um. Mit dem Code Civile in Frankreich wurden die Bürgerrechte festgelegt, überall fielen allmählich die Standesschranken. Politik wurde zu einer Angelegenheit des ganzen Volkes. Es entstanden Parteien, die zuerst von außen eine Opposition organisierten, um später selbst die Regierung zu stellen. Einige Parteien wie die SPD oder später die Grünen entstanden aus sozialen Bewegungen wie der Arbeiterbewegung oder der Anti-Atom- und Friedensbewegung, andere formierten sich vor einem religiösen Hintergrund (Zentrum). In dem 20. Jahrhundert kam es schließlich zur Herausbildung internationaler Organisationen mit zunehmenden Einfluss auf die Politik. Der erste Versuch in dem sogenannten Völkerbund eine Völkergemeinschaft zu bilden, scheiterte mit dem Zweiten Weltkrieg. Heute existieren neben den Vereinten Nationen als Vereinigung aller souveränen Staaten in dem Bereich der Wirtschaft zusätzlich die Welthandelsorganisation WTO. In dem Übergang zwischen Internationaler Organisation und föderalen Staat befindet sich die Europäische Union.

Politikbereiche

Politische Systeme und Ideologien

Anarchismus -- Demokratie -- Faschismus -- Kommunismus -- Konservatismus -- Politischer Liberalismus --Marxismus -- Nationalismus -- Parlamentarismus -- Sozialdemokratie -- Sozialismus -- Totalitarismus

Klassische politische Denker

Platon -- Aristoteles -- Althusius -- Niccolo Machiavelli -- Baruch de Spinoza -- Jean Bodin -- Hugo Grotius -- Charles de Montesquieu -- Jean-Jacques Rousseau -- Thomas Hobbes -- John Locke -- John Stuart Mill -- Karl Marx -- Max Weber -- John Rawls -- Hannah Arendt

Zitate

  • Politik ist die Summe der Mittel, die nötig sind, um zur Macht zu kommen und sich an der Macht zu halten und um von der Macht den nützlichsten Gebrauch zu machen, ... Politik ist also der durch die Umstände gebotene und von den Vermögen (virtu) des Herrschers oder des Volkes sowie von der spezifischen Art der Zeitumstände abhängige Umgang mit der Macht. - Machiavelli (um 1515)
  • Politik ist das Streben nach Machtanteil oder nach Beeinflussung der Machtverteilung, sei es innerhalb eines Staates oder zwischen den Menschengruppen, die er umschließt. - Max Weber 1919)
  • Wenn in einem Land nichts weiter schlecht ist als die Politik, so ist kein Grund zur Besorgnis. Das Übel ist leicht und vorübergehend, und das Gemeinwesen wird sich früher oder später selbst heilen. - José Ortega y Gasset (Aufbau und Zerfall Spaniens)
  • Politik ist der Komplex sozialer Prozesse, die speziell dazu dienen, das Akzept administrativer (Sach-)Entscheidungen zu gewährleisten. Politik soll verantworten, legitimieren und die erforderliche Machtbasis für die Durchsetzung der sachlichen Verwaltungsentscheidungen liefern. (Niklas Luhmann)

Siehe auch

Politische Partei, Parteien, Politiker, Blockadepolitik, Politikverdrossenheit, Gewaltenteilung, Föderalismus, Politikversagen, Regierungsform, Reformen, Revolution, Post-Politik, Ordnungspolitik

Weblinks

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